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Allergie
Was ist eine Allergie?
Unter einer Allergie versteht man eine krankmachende Überreaktion des Immunsystems auf an sich harmlose Stoffe der Umgebung.
Die Krankheit hält meist so lange an, wie die Allergene (= Allergie auslösende Stoffe) den Organismus des Allergikers belasten.
Zu den wichtigen Allergiequellen gehören:
- Pollen (bei 70-80% aller Allergiker)
- Tierhaare
- Metalle
- Schimmelpilze
- Hausstaubmilben
- Putz-, Wasch- und Körperpflegemittel
- Luftschadstoffe
- Insektenstiche
- Medikamente
- Baumaterialien
- Nahrungsmittel
Warum sollte man eine Allergie nicht auf die leichte Schulter nehmen?
Wenn eine Allergie nicht so früh wie möglich behandelt wird, dann nimmt die Häufigkeit und die Intensität der allergischen Reaktionen im Laufe des Lebens zu, das heißt, ein unbehandelter Heuschnupfen führt im Laufe von ca. acht Jahren zum allergischen Asthma.
Allergien können also die Gesundheit massiv beeinträchtigen (z.B. verminderte Lungenfunktion), die Lebensqualität teilweise erheblich einschränken (z.B. keine Spaziergänge zu Blütezeiten) und sogar einen akuten, lebensbedrohlichen Verlauf nehmen.
Es gibt nicht nur eine, sondern eine ganze Reihe allergischer Reaktionen. Deshalb sind das Krankheitsbild und der Verlauf einer Allergie von Patient zu Patient sehr unterschiedlich.
Wie kann ich einen Heuschnupfen von einem Erkältungsschnupfen unterscheiden?
Typisch für Heuschnupfen ist, dass die Beschwerden (z.B. Niesattacken, verstopfte Nase und/oder Naselaufen) immer wieder zu denselben Jahreszeiten auftreten und abklingen. Außerdem sind der Juckreiz in der Nase und die starke wässrige Sekretion keine Symptome einer Virusinfektion.
Bei 80% der Heuschnupfen-Allergiker ist auch der Augenbereich betroffen, das heißt, geschwollene Augenlider, Lichtempfindlichkeit, tränende, gerötete, juckende Augen.
Welche rezeptfreien Mittel kann ich gegen Heuschnupfen erwerben?
Zur Vorbeugung von Heuschnupfenbeschwerden kann man den Mastzellstabilisator Cromoglicinsäure in Form von Augentropfen bzw. Nasenspray verwenden. Dies ist jedoch nur sinnvoll, wenn vor dem Anwendungsbeginn noch kein Pollenkontakt bestand.
Leidet man jedoch schon unter den lästigen Heuschnupfensymptomen, dann hilft meist nur noch ein
H1-Antihistaminikum in Form von Tabletten (z.B. Loratadin, Cetirizin), Nasensprays und Augentropfen (z.B. Livocab®, Vividrin®) bzw. Kortisonpräparate (z.B. Livocab™Direkt mit niedrig dosiertem Beclometason).
Was kann ich als Heuschnupfen-Allergiker noch machen, um meine Beschwerden zu lindern?
Um die Pollenbelastung der Heuschnupfen-Allergiker möglichst gering zu halten, empfiehlt es sich:
- Reisen in allergenarme Gebiete (Insel, Gebirge, Meer)
- Pollenfilter im Auto
- Tragen einer Sonnenbrille im Freien
- in der Stadt: Lüften der Wohnung zwischen 6-8 Uhr (Pollenkonzentration ist dann am niedrigsten)
- abends: Haare waschen, Straßenkleidung nicht im Schlafzimmer aufbewahren
Wo kann ich mich über den aktuellen Pollenflug informieren?
Folgende Internetseiten eignen sich gut, um die aktuelle Pollenbelastung am jeweiligen Wohnort einschätzen zu können:
Links: http://www.lorano.de/pollenflug/vorhersage/index.php
http://www.allergie.medhost.de/pollenflugkalender.html |